Weg der Erinnerung

Botschafter_innen der Erinnerung

Idee und Konzept für den Weg der Erinnerung stammt von den Botschafter_innen der Erinnerung. Gemeinsam besuchten Jugendliche aus Schule, Jugendfreizeitstätte und Jugendverband im Januar 2011 in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz.

An der sogenannten Judenrampe endete für über eine Million Menschen aus ganz Europa die Fahrt mit der Reichsbahn in den Tod. Für die Meisten führte der letzte Weg direkt in die Gaskammern. Diejenigen, die von den SS-Ärzten als arbeitsfähig eingestuft wurden, kamen in die Arbeitslager, wo nur wenige überlebten. An dem Ort, an dem in barbarischer Missachtung der Menschenrechte Hunderttausende in den Tod geschickt wurden, trafen die jungen Dortmunderinnen und Dortmunder gemeinsam mit Oberbürgermeister Sierau und dem Vorsitzenden des Jugendring Dortmund, Dirk Loose, ihre Entscheidung für das Leben: Gemeinsam wollen sie als Botschafter_innen der Erinnerung das Vermächtnis der letzten Überlebenden wahren und für die Menschenrechte einstehen.

Dortmunder Gruppe mit Tadeusz Sobolewicz

Mut machte ihnen das Gespräch mit dem Holocaustüberlebenden Tadeusz Sobolewicz. Er überlebte den Schrecken des Konzentrationslagers Auschwitz. In bewegenden Worten ließ er die Gruppe an seinen Erinnerungen teilhaben und forderte sie auf, diese Erinnerungen zu bewahren und weiterzutragen, "... denn es gibt nicht mehr viele von uns." Gerne nahmen die Jugendlichen diese Aufgabe an.

Als Botschafter der Erinnerung kamen die jungen Menschen zurück nach Dortmund. Sie berichten über ihre Erfahrungen, wahren das Vermächtnis der Überlebenden und treten denen entgegen, die als geistige Erben der Mörder von Auschwitz die Menschenrechte heute mit Füßen treten. Die Unterstützung des Oberbürgermeisters und des Jugendring Dortmund ist ihnen gewiss.

Arbeitsstelle Zukunft braucht Erinnerung - Jugendring Dortmund - Andreas Roshol - andreas.roshol@spuren-suchen.de